Kopfläuse

Kopfläuse sind kein Beinbruch und kein Grund zur Panik! Sie übertragen keine Krankheiten, sind aber unangenehm und lästig. Vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindertagesstätten, wo Kinder täglich in engem Kontakt sind, verbreiten sie sich leicht weiter und sorgen oft für Aufregung.

Wie im nachfolgenden Bild dargestellt (GoogleTrends, Suche nach „Kopfläuse“ bei Google) treten Kopfläuse verstärkt im Herbst jeden Jahres auf. Demnach liegt der Höhepunkt der Läusesuche bei Google im Oktober, kurz nach Beginn des Schuljahres.

Behandlung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine Broschüre zum Thema: „Kopfläuse … was tun?“ (PDF, 350 KB)

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt folgenden Plan für die Bekämpfung von Läusen:

  • Am ersten Tag: Sofortige Behandlung mit einem Läuse-Shampoo/-Gel (Insektizid-Behandlung). Anschließend Haare mit Haarpflegespülung und Nissen- oder Läusekamm nass auskämmen, hierbei sehr sorgfältig vorgehen! Nissen sitzen vor allem in Kopfhautnähe!
  • Ab nun täglich kontrollieren, wenn möglich mit Nissen- oder Läusekamm.
  • Am fünften Tag Haare erneut spülen (Haarpflegespülung) und gründlich auskämmen, um nachgeschlüpfte Larven zu entfernen.
  • Zwischen dem achten und zehnten Tag die Insektizid-Behandlung (Läuse-Shampoo/-Gel!!!) wiederholen. Damit werden auch sehr spät geschlüpfte Larven abgetötet. Diesen Schritt nicht weglassen!
  • Am 13. und 17. Tag nach der Erstbehandlung das Haar erneut gründlich nass auskämmen, um die Wirksamkeit der Therapie zu kontrollieren.

Häufigen Fehler bei der Bekämpfung der Parasiten:

  • Arzneimittel nicht lange genug im Haar belassen (zu kurze Einwirkzeiten)
  • Zu sparsames oder ungleichmäßiges Auftragen oder durch das triefend nasse Haar ohne Absicht zu stark verdünnt
  • Oft wird auch die erforderliche zweite Behandlung einfach unterlassen!!!

Weitere Tipps:

  • Gründliche Reinigung von Bürsten, Kämmen oder Haarspangen mit heißer Seifenlösung
  • Freunde/Spielpartner informieren, dass Lautbefall vorliegt
  • Bettwäsche, Mützen, etc. bei 60 Grad waschen

Schulisches

  • Nach erstem Läusebefall ist kein ärztliches Attest für die Wiederaufnahme des Schulbesuchs nötig
  • Nach zweitem Läusebefall muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden
  • Die Schule muss für die statistische Erfassung das Gesundsheitsamt informieren
  • Ingesamt kann die Schule – nach Informationen des Gesundheitsamtes und der Rechtsabteilung – ziemlich wenig tun. Eine Untersuchung des Kindes durch die Lehrkraft kann nicht erfolgen.