Klassenformen

Nachfolgend sind die unterschiedlichen Klassenformen, Förderangebote sowie das Konzept der UNI-Klasse beschrieben.

Vormittagsklassen

Im Schuljahr 2018/2019 werden vierzehn Klassen in der klassischen Form des Vormittagsunterrichts geführt.

Ganztagsklassen

Seit dem Schuljahr 2009/2010 baut die Burmesterschule einen Ganztageszug auf. Inzwischen werden acht Klassen (zwei komplette Züge von erster bis vierter Klasse) als „rhythmisierte Ganztagesklassen“ geführt. Das heißt, die Kinder haben  (außer freitags) von 8.00 bis 15.30 Uhr Schule. Unterricht, Hausaufgaben- und Differenzierungsstunden wechseln sich mit Freizeitangeboten ab. So lernen unsere Ganztageskinder z.B  das Flötenspiel, sie spielen Schach oder üben sich in Taekwondo bzw. Basketball. Schwimmunterricht genießen sie ebenfalls. Es wird gebastelt und Theater gespielt. Natürlich kommt der Unterricht mit Mathematik oder Deutsch auch nicht zu kurz. Im Gegenteil, durch Differenzierungen kann gezielt gefördert werden. Die Kinder bekommen ein warmes Mittagessen. Wir halten diese Form des Unterrichtens für ein Modell der Zukunft und freuen uns, endlich dabei zu sein. In den meisten europäischen Ländern ist eine Ganztagesschule schon lange Realität.
Übrigens: Außer für das Mittagessen entstehen für die Eltern keine zusätzlichen Kosten.

Flexible Grundschule

Die Grundschule an der Burmesterstraße nimmt als eine von 20 Grundschulen in Bayern an dem Modellversuch „Flexible Grundschule“ teil. Die Stiftung Bildungspakt Bayern hat dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium erarbeitet. Es beinhaltet folgende Schwerpunkt, wie Kultusstaatssekretär Huber in einer Pressemitteilung erklärt: Die ersten beiden Jahrgangsstufen werden so organisiert, dass die Kinder jahrgangskombiniert unterrichtet werden. Diese sogenannte Eingangsstufe können die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabung, ihrer Entwicklung und ihrer Vorbildung in einem individuellen Tempo zwischen einem und drei Jahren durchlaufen. Die unterschiedliche Verweildauer in der Eingangsstufe soll dabei keine Auswirkungen auf die Schulpflicht haben. Sie ist auch nicht mit dem traditionellen „Sitzenbleiben“ gleichzusetzen. Am Ende der Eingangsstufe soll gewährleistet sein, dass jedes Kind, ob nach einem oder nach drei Jahren, flüssig lesen und schreiben kann sowie die Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100 beherrscht. An unserer Schule startete das Projekt im Schuljahr 2010/11 mit zwei Modellklassen. Aktuell werden zwei FleGS Klassen geführt.

Weitere Informationen: http://www.isb.bayern.de/grundschule/flexible-grundschule/

UNI-Klasse

In einem feierlichen Akt wurde an unserer Schule am 19.05.2014 von Staatsminister Ludwig Spaenle und Stadtschulrat Rainer Schweppe eine von vier UNI-Klassen in der Stadt München eröffnet. Die UNI-Klasse entstand aus einer engen Kooperation im Sinne einer „Verantwortungsgemeinschaft“ der Stadt München, des Kultusministeriums und der Ludwig-Maximilians-Universität und ist in Konzeption und Realisierung in Deutschland einmalig.

Konzept

UNI-Klassen eröffnen Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Unterrichtssituationen zu beobachten und für die Erforschung und Weiterentwicklung von Lehre gewinnbringend nutzbar zu machen, ohne die Unterrichtssituation durch die Anwesenheit von Beobachtern zu stören. Sie sind mit einem ferngesteuerten Kamerasystem und modernster Aufnahmetechnik ausgestattet. Das Unterrichtsgeschehen wird so in einen Nebenraum übertragen. Andere Studierende, aber auch Lehrkräfte und Unterrichtsforscher, können somit als Beobachter live am Unterricht in der Klasse teilhaben. Die Räume sind mit flexiblem Mobiliar ausgestattet, die Anordnung von Tafeln, Stühlen und Tischen lässt sich ohne großen Aufwand variieren. Damit kann die Lernumgebung rasch an unterschiedliche Unterrichtsformen wie Frontalunterricht, Gruppenarbeit oder Kreisgespräche angepasst werden. Das Filmmaterial ermöglicht es den Studierenden im Anschluss, den eigenen Unterricht zu beobachten, ihr Auftreten zu reflektieren und mit dem Unterrichtshandeln anderer Lehrender Kriterien geleitet zu vergleichen. Der Unterricht lässt sich so unter verschiedenen Fragestellungen und Gesichtspunkten beobachten und analysieren (Quelle: https://www.uni-muenchen.de/aktuelles/news/2014/uniklasse.html).

Unsere UNI-Klasse

Die Besonderheit der UNI-Klasse an unserer Schule ist MUC (Mobile University Classroom), ein mobiles Videolab, welches nun auch die ortsunabhängige bzw. schulartübergreifende Realisierung von UNI-Klassen ermöglicht. Die mobile Version der UNI-Klasse lässt sich in einem Trolley transportieren. Enthalten sind zwei Kameras sowie Schwenkköpfe und Stative, Mikrophone und ein PC – und damit die gleiche Ausstattung wie in den bisherigen Klassenzimmern selbst, nur kabellos. Die Technik kann damit nun an jeder Schule eingesetzt werden.

Beschäftigungsschwerpunkte an unserer Grundschule sind die Themen Jahrgangsmischung, Inklusion und Ganztagsbetreuung.

„Burmel-Kinderclub“

Seit November 2008 führen wir das Projekt „Burmel-Kinderclub“. Nach Unterrichtsschluss werden die Kinder im Freizeittreff beaufsichtigt. Dort können sie spielen, toben und entspannen. Um 13 Uhr kehren die Schüler in die Schule zurück und nehmen dort ein warmes Mittagessen zu sich. Danach geht es zurück ins Freizeitheim, um die Hausaufgaben zu erledigen, gegebenenfalls wird auch Nachhilfe angeboten. Um 16.00 gehen die Kinder nach Hause. Das Angebot ist für die Schüler kostenfrei. Die Auswahl der Kinder treffen Lehrerinnen und Eltern in enger Abstimmung. Dieses wertvolle Projekt wird von der hpkj (heilpädagogische Kinder-und Jugendhilfe) finanziert und kann zudem nur durch die große Mithilfe und Kooperationsbereitschaft des Freizeittreffs Freimann stattfinden. Besonders die qualifizierte Mitarbeit von Frau Richter und Frau Babacan ist hervorzuheben. Dank deren Engagement und geduldigen Unterstützung konnten einige „Burmels“ ihre Leistungen deutlich verbessern.

Schwerpunkt Musikerziehung

Im Schuljahr 2016/17 wird der Schwerpunkt Musikerziehung fortgeführt:

  1. Die Kinder unserer zwei „Streicherklassen“ (Zweit-bzw. Drittklässler) werden auf Geigen, Bratschen und Celli unterrichtet. Der Unterricht findet zweimal in der Woche statt und wird von den erfahrenen Musikpädagogen  Herrn Häuser und Frau Hafenbrack aus der Städtischen Sing- und Musikschule gegeben. Die etwa 12 000 € für die Instrumente konnte die Schule aufgrund großzügiger Spenden u.a. des Adventskalenders für gute Werke und des BA Schwabing-Freimann bereitstellen. Der Unterricht wird außerordentlich günstig für nur 300 € im Jahr angeboten. Selbst hier gibt es noch Sozialermäßigung bei Bedarf. Die Schüler der ehemaligen Streicherklasse, also unsere jetzigen Viertklässler, werden in kleinen Ensembles von Lehrern der Musikschule weiter unterrichtet.
  2. Auch im Schuljahr 2016/17 sicherte uns die Städtische Sing- und Musikschule je eine „geschenkte“ Chorstunde für unsere ersten und zweiten Klassen zu. Frau Gnahm wird sie wieder halten. Wir alle wissen, wie Körper, Geist und Seele vom Musizieren profitieren, gerade Kinder sind hier besonders empfänglich. Diese Chorstunden sind in den Vormittagsunterricht integriert und kosten nichts. Einfache Rhythmus-Instrumente unterstützen die Entwicklung des Rhythmusgefühls. Unser Dank gilt der städtischen Sing- und Musikschule und Frau Braitsch, Bezirksleitung für den Münchner Norden, die Punkt 1 und Punkt 2 ermöglichten.
  3. Wann wir das Angebot der zu erlernenden Instrumente erweitern können, steht noch nicht ganz fest. Bisher werden Flöte, Klavier und die vorangehende Grundklasse angeboten.
  4. Die „Streicherklasse“ wird natürlich als „Grundklasse“ anerkannt, so dass Kinder danach entweder weiter Einzelgeige oder ein anderes Instrument lernen können.

Nähere Informationen zur städtischen Sing- und Musikschule finden Sie auch unter der Adresse https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Sing-und-Musikschule.html

Zusätzliche Förderoptionen

  • Der Vorkurs Deutsch findet schon im Kindergarten statt. Eine Lehrerin der Schule arbeitet einmal wöchentlich mit Vorschulkindern, die noch nicht so gut Deutsch sprechen.
  • Die Deutschförderklassen besuchen Kinder der 1. und 2. Klassen, die noch besondere Förderung beim Erlernen der deutscher Sprache benötigen. Zwölf Stunden in der Woche arbeiten Frau Lohmiller, Frau Höflinger und Frau Häuser mit ihnen in der Kleingruppe. Den Rest des Unterrichts verbringen diese Jungen und Mädchen in ihrem Klassenverband.
  • Die Hausaufgabenbetreuung findet an zwei Nachmittagen in der Woche statt. Es bestehen nun schon zwei Gruppen. Das besondere ist, dass die entstehenden Kosten das Sozialbürgerhaus nach einem Helferplan übernimmt.
  • Außerdem nutzen die Sing- und Musikschule und Sportvereine die Räume unserer Schule.